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OHRENOEFFNER

bemerkenswerte Alben, neue Songsheets und mehr

Schon gewusst?

 

Jährlich erscheinen ca. 16.000 neue Pop-Alben (und 6.000 neue Klassik-Alben)*.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir ganz viele grossartige Künstler - sofern sie nicht von Major-Labels vertreten werden - nie kennlernen, ist ziemlich gross... (Die Wahrscheinlichkeit viel Blödsinn zu verpassen natürlich ebenso.)

 

Der Rolling Stone konnte sich immerhin auf "Die 500 besten Alben aller Zeiten"** einigen. Die Redaktion von musikradar.de fand dann aber noch die "100 besten Alben der 70er". Solche Bestenlisten gibt's zu jeder Dekade.

 

Da ist man als gelegentlich-musikinteressierter Hörer echt aufgeschmissen und selbst als gut behörter Jäger, Sammler und musikalischer Lederstrumpf ganz schön herausgefordert.

Fragen wir uns also: Was würde Indiana Jones tun? Mit der Peitsche knallen, der Gefahr ins Auge sehen und springen...

*Jahresbericht 2018 vom Bundesverband Musikindustrie

(Pop meint hier alles, was nicht "Klassik" ist.

Ich weiss, das tut weh - aber hey: Es ist die Musikindustrie!

Dort geht's um einfaches Rechnen und harte Währung.)

**("Aller Zeiten" klingt natürlich irgendwie albern, heisst eigentlich: die Alben der, seit den 50ern entstandenen und von begriffsverliebten Definitionsfeteschisten so betitelten "Pop-Kultur".

Die Bestenlisten der 30er und 40er sind ausschliesslich Songlisten).

Alben

- Neue Freunde -

The Decemberists - I'll Be Your Girl

Da sind sie wieder! Und obwohl man meinte, eine weitere Steigerung sei unmöglich und dennoch jeder darauf hoffte, haben Colin Meloy und seine Mannen etwas viel besseres gefunden: ihre Balance.

"Abgesehen davon, dass sie spinnen und trotz neuem Major-Vertrags noch immer arm sterben könnten: Die Decemberists sitzen in der Klemme. Eigentlich schon ihre ganze Karriere lang, seit sie aus den jeweiligen Hobbyschauspielgruppen flogen und zwangsläufig mit Musikinstrumenten weitermachen mussten.

Sie haben etwas verstanden, dass keiner von uns jemals kapieren wird: Sie haben rausgekriegt, wie der perfekte Popsong geht. Ohne viel Tamtam, ohne großes Sitzfleisch, "Billy Liar", "The Engine Driver", aus dem Stand für die Ewigkeit."

Daniel Gerhardt

plattentests.de

RYMDEN - Reflections and Odysseys

Natürlich will (und kann auch) niemand e.s.t. wieder zum Leben erwecken - dafür war das skandinavische Jazztrio um Esbjörn Svensson zu sehr ein in sich geschlossenes Kollektiv.

"Zehn Jahre nach dem Tod von Svensson haben sich die verbleibenden e.s.t.-Mitglieder Magnus Öström (Drums) und Dan Berglund (Bass) nun mit Wesseltoft zu einer skandinavischen Supergroup zusammengeschlossen: RYMDEN.

Die Musik dieses Trios, dessen Name zu Deutsch „Raum“ bedeutet, basiert auf drei Komponenten: treibenden Rhythmen, melancholisch-atmosphärischem Songwriting und virtuos gespieltem Jazz." jazz-fun.de

"Was damals noch unerhört neu war, nämlich angesagte Pop-Sounds und treibende Rhythm-Pattern der Clubkultur mit Jazzimprovisationen zu einem brodelnden Amalgam zu verschmelzen, ist längst im Modern Mainstream
angekommen. Beflügelt vor allem von e.s.t.

Bugge Wesseltoft wurde dagegen mit seiner Synthese aus elektronischer Musik und jazziger Tastenkunst zum Role-Model anspruchsvoller Klangtüftler.  
Sein neues Trio RYMDEN nutzt nun auf dem Erstling mit dem sprechenden Titel „Reflections & Odysseys“ den leistungsstarken Motor von e.s.t. für druckvoll mäandernde, nie nostalgische Explorationen ihrer Geschichte.

Wobei zarteste Pianoklänge mit packenden Keyboard-Grooves Hand in Hand gehen, was

Dan Berg­lund am wechselnd markant pulsenden oder delikat mit dem Bogen erregten Bass aufregend strukturiert. Dazu legt Magnus Öström mit zwischen jazziger Offenheit und beinharten Beats oszillierendem Drumming aufregende Pattern, deren Intensität den elf Tracks eine unwiderstehliche Sogwirkung verleiht. 
Dynamisch hochvariabel kreieren die drei Großmeister farbenreiche Klangbilder, die von lyrischer Melancholie über nordische Klarheit bis zu grooviger Vertracktheit ein gewaltiges Spektrum großer Emotionen bieten. Was 
RYMDEN

immens attraktiv macht und neue Maßstäbe setzt."

Sven Thielmann

phono-forum.de

Hoff Ensemble - Quiet Winter Night

Wieviel Harmonie verträgt der Mensch?

Vielleicht war das der Ausgangspunkt für Jan Gunnar Hoffs Winter-Musik-Projekt - vielleicht schrammt die Musik auch deshalb immer leicht am sentimentalen vorbei und vielleicht sind es die hervorragenden Musiker, die allesamt gefragte Instrumentalisten in der skandinavischen Jazzszene sind und durch diesen Background traumwandlerisch immer wieder die Kurve kriegen, die einen von echtem Schönklang in Kitsch abrutschen liesse.  Man ist nämlich nach jedem Song schon gespannt, was als nächstes kommt und fühlt sich sehr gut aufgehoben in der Musik - vielleicht nicht zuletzt auch wegen der hervorragenden Aufnahmetechnik, die einem fünfzig Minuten wunderbar transparenten Hörgenuss beschert.

 

Da wünscht man sich, bevor der Frühling kommt, noch ein paar kalte Tage; das Album eignet sich aber auch für jede Art von Regenwetter.

"Jan Gunnar Hoff ist eine norwegische Institution. Der Pianist und Bandleader gilt als einfühlsam und interpretationsstark, was sich auch in den Arrangements von Quiet Winter Night zeigt. Insgesamt 15 Stücke der Komponisten Geir Bøhren und Bent Åserud hat das Sextett mit neun verschiedenen Sängern eingespielt...Dass Pianist Jan Gunnar Hoff und seine Mitstreiter einander sehr vertraut sind, klingt aus jeder Note. Alles sitzt perfekt, ohne perfektionistisch zu klingen. Das Zusammenspiel ist von bewundernswertem Miteinander, in das sich die Sänger aufmerksam integrieren. Oder war es doch andersherum und die Instrumentalisten umrahmten den Gesang so vorbildlich?

Denn das ist schon bemerkenswert: Dass das Hoff Ensemble mit neun Sängern, mal als Solisten, mal als Duo, eine gleichbleibend hohe musikalische Güte hält...

Queit Winter Night des Hoff Ensembles ist ein ruhiges, elegantes und geschmeidiges Zuhör-Album, das dunkle Abende erhellen kann. Es ist musikalisch hervorragend, entspannt und muntert auf. Zugleich macht es durch das besondere Aufnahmeverfahren die Darbietung zu einem besonderen Erlebnis, dessen Effekt sich am anschaulichsten über Kopfhörer einstellt und am treffendsten so beschrieben ist: Mittendrin statt bloß dabei. Das tröstet über manches Winterdunkel hinweg." 

Tom Semmler

highresmac.de

- Alte Freunde -

Tori Amos - Little Earthquakes

Tori Amos' Debut-Album sorgte dafür, dass allen in der Musikwelt gleichzeitig die Kinnlade runterging.

Es ist aber vor allem Musik, die sogar ein Herz aus Stein erweicht...

"...Tori Amos begann im zarten Alter von 13 Jahren, mit ihrer Musik Geld zu verdienen. Als "Little Earthquakes" veröffentlich wurde, war sie bereits 29. Das Album brauchte Jahre, um zu entstehen und um schliesslich ein Label zu überzeugen, es zu veröffentlichen. Mal riet man ihr, das Klavier durch elektrische Gitarren zu ersetzen, dann erteilte man ihr eine Absage, weil man der Meinung war, dass niemand diese Art von Musik hören wollte. Amos ging daraufhin in England mit ihren Songs auf Tour und spielte sich so langsam in die Herzen des Publikums. Schliesslich war es Ahmet Ertegun von Atlantic Records (der auch Yes geholfen und stets die Stange gehalten hatte), der Amos unterstützte und ihr zu einem Plattenvertrag verhalf. Die erste Single war "Me and a Gun", ein autobiographischer Acapella-Song,

der von Amos' eigener Vergewaltigung handelt.

Eigentlich kaum ein Thema, dem man "Hitpotential" zutraut. Er wurde ein Chart-Erfolg. Worauf mit "Silent all these Years" ein weiteres, sehr persönliches Stück nachgelegt wurde, ebenfalls spärlich instrumentiert, introvertiert, zerbrechlich. Auch dieses war erfolgreich, so dass nun der amerikanische Markt erneut beworben und schliesslich, nach einer jahrelangen Reifezeit, "Little Earthquakes" anfang 1992 veröffentlich wurde. Es verkaufte sich über 2 Millionen mal und wurde bezüglich Verkaufszahlen nur von seinem Nachfolger "Under The Pink" übertroffen..."

Jörg Schumann

babyblaue-seiten.de

"...Mit verspielter Ohnmacht dringt sie in musikalische Gefilde vor, in denen sich zu später Stunde gegensätzliche Rock-Ikonen wie Leonard CohenJoni Mitchell und Robert Plant zum heimlichen Jammen treffen. Das Resultat sind elf Songs, die an einem seidenen Faden hängen, der trotz allem mehr Halt bietet als ein armdickes Tau.

Fernab von aufgesetztem Wortspiel-Kitsch drehen sich die Songs um Liebe, Sex, Sehnsucht, Hoffnung und Schmerz; 56 Minuten zwischen Himmel und Hölle. Selten zuvor und noch seltener danach wurde der Querschnitt einer Künstlerin dermaßen intensiv von lieblichen Harmonien getragen wie auf "Little Earthquakes". Der Albumtitel ist Programm. Viele kleine Klangeruptionen machen dem Emotions-Seismografen am Ende den Garaus. Alles zittert, alles bebt.Das Debüt von Tori Amos ist ein Werk voller Antworten auf Fragen, die sich bis dato noch niemand stellte. Ist es möglich, sich lasziv und verletzlich am Klavier zu positionieren und dennoch mit schroffen Ecken und Kanten aufzuwarten?

Kann man ein Piano mitunter mehr rocken lassen, als eine angezerrte Strat ("Precious Things") und wenige Minutenspäter auf demselben Instrument die Vorzeige-Neo-Bedroom-Ballade ("Winter") präsentieren? Allerdings!

"Watch out, motherfuckers", raunte Tori Amos diversen Labels zu, die ihr vor den Arbeiten an "Little Earthquakes" mit Ablehnung und Skepsis das Leben schwer machten. Sie sollte Recht behalten, denn vorliegendes Debütalbum markierte den Beginn einer unnachahmlichen Klangreise. Fast zwanzig Millionen verkaufte Tonträger später sitzt Tori Amos immer noch unangefochten auf dem Branchen-Thron, während sich viele Verantwortliche von damals wohl ins Knie beißen, weil sie seinerzeit nicht mehr als ein müdes Lächeln für die bis heute jüngste Teilnehmerin des Peabody-Konservatoriums für Musik in Baltimore übrig hatten."

Kai Butterweck

laut.de

Dino Saluzzi - Cité De La Musique

Argentinische Klang- und Seelenlandschaften. Intimität, ohne sich auszustellen.

Tango meets Jazz: Während Astor Piazzolla, der große Wegbereiter des Nuevo Tango, mehr die Nähe zur neuen Kammermusik suchte, erweist sich sein argentinischer Landsmann Dino Saluzzi immer wieder als ein erfindungsreicher Vorkämpfer für den Dialog mit dem Jazz. Dabei ist es gleich, ob Saluzzi den amerikanischen Gitarren-Flinkfinger Al Di Meola oder den italienischen Trompeten-Schöngeist Enrico Rava begleitet - stets ist das Ergebnis eine feingesponnene Musik von seltener Intensität. 

Die Klangräume in der "Cité de la Musique" gestaltet der heute 62jährige bewußt großzügig und offen, sein lyrisch klagendes Bandoneon teilt sich die Bühne lediglich mit der filigranen Akustikgitarre seines Sohnes José Maria Saluzzi und dem geschmeidigen Akustik-Baß von Marc Johnson. Saluzzi gelingt es, durch das Ausspielen der klanglichen Facetten seines Instruments die Aufmerksamkeit über eine Stunde zu fesseln. Trotz des melancholischen Grundtons denkt man unwillkürlich an helle Räume, viel Licht.

Stereoplay

Bach - The Goldberg Variations 

Glenn Gould (1982)

"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." (Victor Hugo)

Wir werden voraussichtlich nie erfahren, wie Bach gerne seine Musik gehört hätte. Spielt ein Künstler aber jede Note so, als hätte er sie grad selbst gesetzt, ist das mehr als man erwarten kann. Glenn Gould begibt sich auf eine abenteuerlich Reise, bei der wir tatsächlich erst mit dem allerletzten Ton sagen können: "Wir sind da.".

Thomas Bernhard nannte sie "die Schallplatte der Schallplatten", für Musikliebhaber ist sie seit einem halben Jahrhundert Kult: Die Einspielung von Bachs Goldberg-Variationen durch Glenn Gould (1932-1982) aus dem Jahr 1955 zählt zu den erfolgreichsten Klassikaufnahmen überhaupt.

Mit seiner Version von Bachs "Aria mit 30 Veränderungen" stieg der kanadische Pianist zum ersten Popstar der Konzertwelt auf...

 

Die Produktion, aufgenommen von 6. bis 16. Juni 1955 in den New Yorker Columbia-Studios, gab Goulds Karriere eine spektakuläre Wendung...

"Ich war wie elektrisiert", erzählte später David Oppenheim von Columbia Records nach dem New Yorker Konzert, zu dem rund 250 Zuhörer, unter ihnen einige Musikerkollegen, erschienen waren...

 

Goulds Auftritt, seine ungestüme Art, sein unkonventionelles Spiel entsprachen dem Zeitgeist: Ein "junger Wilder der Musik", der "Marlon Brando des Klaviers" schrieben die Blätter über den jungen Mann, der sich so komisch über die Tasten beugte und am Piano zuweilen murmelte und summte...

Doch auch hier blieb sich "Mr. Seltsam" treu: Ausgerechnet mit Bachs als schwer und sperrig geltenden Goldberg-Variationen trat Gould zu seinem Columbia-Debüt an.

An einem milden Juni-Tag erschien Gould im Studio mit Mantel, Haube, Schal und Handschuhen zur ersten Aufnahmesitzung - dazu jede Menge Handtücher, zwei Flaschen Mineralwasser und fünf kleine Fläschchen mit Pillen gegen allerlei Beschwerden. Doch nicht diese Marotten, sondern Goulds Gurren brachte die Tontechniker aus der Fassung.

"Ich bat ihn, sein Mitsingen so leise wie möglich zu halten, worauf er tags darauf mit einer Gasmaske auf dem Gesicht erschien", erinnert sich Howard Scott. Aber es war hoffnungslos: Gould sang weiter - doch "er spielte wie ein Gott".


Als das Album Anfang Jänner 1956 erschien, wurde es sofort ein Hit. Mehr als 100.000-mal verkaufte sich die LP bis zu Goulds Tod 1982. Der Pianist selber, der 1981 eine umstrittene Fassung der Variationen mit extrem langsamen Tempi neu aufnahm, blieb sich treu.

 

news.orf.at

SONGSHEETS

neue Songs im SONGBIRD-Songbook

Always On My Mind

Eine Liebeserklärung, die vielleicht zu spät kommt?

Die erste Aufnahme 1971 von Brenda Lee eingesungen und seitdem etliche Male gecovert. Am ehrlichsten dann 10 Jahre später von Willie Nelson erzählt.

Spieltechnisch in D-Dur ein bisschen anspruchsvoll, klingt aber viel interessanter als in C.

Die Harmoniefolgen zu lernen, ist auf jeden Fall lohnend - einmal natürlich wegen des Songs selbst, aber auch, weil sie in vielen anderen Songs in ähnlicher Weise vorkommen.

Fiddler's Green

Die Geschichte um den legendären Ort "Fiddler's Green", von dem es heißt:

"Now, Fiddler's Green is a place I've heard tell

Where the fishermen go if they don't go to hell."

Der Song klingt wie ein alter Traditional, wurde aber erst 1966 von John Conolly verfasst und drei Jahre später von Tim Hart and Maddy Prior eingespielt.

 

Hier eine Version von "The New Barleycorn":

Einfache Begleitakkorde. Wichtig ist hier, den 3/4-Takt schön gleichmässig-ruhig zu spielen und sich auf's Storytelling zu konzentrieren.

Kann man auch sehr schön etwas langsamer als Ballade spielen.

Five Hundred Miles

Du merkst schon: Momentan sind melancholische Traditionals angesagt...

Obwohl er so klingt, ist auch dieser Song nicht wirklich alt. Er stammt von Hedy West aus dem Jahr 1961.

Wieder eine Liebesballade, in der es diesmal um Trennung und Abschied geht.

Aber auch um das Unterwegssein ohne äussere Sicherheit.

 

Hier eine Version von "The Journeymen" von 1961:

Ein schlichter A-B-Aufbau mit einfacher Akkordbegleitung.

Lässt wegen seiner Einfachheit, wie auch schon "Fiddlers' Green", viel Raum für eine 2. oder auch 3. Stimme und für klangliche Spielereien und Improvisation.

Grow Old With Me

Ein, in John Lennons Gesamtwerk, gut verstecktes Juwel.

Ein Bekenntnis (nach der grossen Krise) zu seiner Liebe zu Yoko, das jedoch über die persönliche Aussage hinausreicht. Auf ehrliche Art "I love you" zu sagen, bedeutet schon viel - "Grow old with me" zeigt aufrichtige Wehrlosigkeit.

 

Jeder hätte das den beiden gewünscht. Der Song erschien 1983 auf "Milk and Honey" - 3 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod.

 

Ringo hat übrigens auf seinem aktuellen Album "What’s My Name" den Song mit Paul neu eingespielt - auch so kann man zusammen alt werden.

 

Hier die Originalaufnahme vom Album:

Viele grosse Songs haben oftmals einfache harmonische Strukturen; auch hier - abgesehen von den (für John Lennon) typischen Wendungen - haben wir's mit einfachen Akkorden zu tun.

If I Had A Boat

Wer kennt eigentlich Lyle Lovett - und warum eigentlich nicht?

Der Mann hat so viel grossartige Musik geschrieben, wie beispielsweise dieses kleine Lied über Jungsträume und darüber, Möglichkeiten zu ergreifen - in seinen Worten:

„This is a song about possabilities. I made this song up when I supposed to be doing something else. I never knew what I wanted to be when I grow up when I was a boy because I liked a lot of things. This is a song about gettin’ to be everything all the same time; gettin’ to be a cowboy out west and a captain of a great ship.“

 

Hier der Videoclip von 1987:

Zwar besteht der gesamte Song aus nur 3 bzw. 4 Akkorden - um rauszubekommen, wie er gespielt wird, schaust du dir am besten eine Liveversion an, z.B. hier:

The River

Über "The River" muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren - jeder kennt diesen Song von Springsteen, der in seiner Karriere schon zu einer Art Übersong geworden ist.

2016 haben er und seine "E-Street Band" dem gleichnamigen Album von 1980 sogar eine ganze Tournee gewidmet.

Der Ich-Erzähler durchlebt hier seine zerschossenen Träume und wie ihm der Wunsch nach einem "guten Leben" wie Sand durch die Finger geronnen ist.

"Now those memories come back to haunt me

They haunt me like a curse

Is a dream a lie if it don't come true

Or is it something worse?

That sends me down to the river

Though I know the river is dry."

 

Hier eine Liveversion von 1980.

Der Song ist sehr leicht zu spielen, da er auf einem vertrauten Akkord-Klischee aufbaut. Was es eigentlich zu bewältigen gibt, ist das Storytelling mit seinem langen Text ohne musikalisch zu langweilen.

Das hat die Band wahrscheinlich auch gemerkt, denn in der 4. Strophe wechselt der Song in eine Art Back-Beat, wodurch er sich dramaturgisch steigert und zum Ende hin nochmal richtig Fahrt aufnimmt.

Salley Gardens

Hier ein wirklich älterer Song, vor allem, was die Lyrics betrifft: 1889 von keinem geringeren als William Butler Yeats gedichtet.

In einer Notiz schrieb er, dass es "ein Versuch war, ein altes Lied aus drei Zeilen zu rekonstruieren, an das sich eine alte Bäuerin unvollkommen erinnert und das sie oft für sich selbst singt."

Die Melodie wurde 1909 von dem irischen Komponisten Herbert Hughes geschrieben.

Der Erzähler lässt uns in seiner Rückschau am Kummer seiner unerfüllten und versäumten Liebe teilhaben.

Es gibt natürlich etliche Versionen davon - die wahrscheinlich bekannteste von Loreena McKennitt.

 

Hier eine Version von Maura O'Connell:

"Sally Gardens" besteht aus 6 Akkorden und man hört schnell die typisch irisch-keltischen Wendungen heraus. Wenn du ihn mit G-Dur-Griffen spielst, gilt es eigentlich nur, den Bm-Barrée-Griff sauber in die Akkordwechsel einzubinden.

Schütze mich

"Ich + Ich" hatten ihre grosse Zeit in den 00er-Jahren. Das Album "Vom selben Stern" war ein Riesenerfolg - und das erste Album nach 14 Jahren, dass länger als 1 Jahr in den deutschen Charts verblieb.

Falls du die Musiklandschaft schon etwas länger abhörst, wird Annette Humpe für dich keine Unbekannte sein: mit der Band "Ideal" war sie in den 80ern stilbildend für die "Neue Deutsche Welle".

Der Song "Schütze mich" ist eigentlich ein Gebet und als 4. Track des Albums gut versteckt, sodass er schnell mal an einem vorbeirauscht. Es geht um das eigene Scheitern aber auch ums Verstehen eines tieferen Sinns, der letztlich nur in Demut erkannt werden kann.

 

Hier die Albumversion:

"Schütze mich" ist mit den Begleitakkorden einerseits recht anspruchsvoll, da die Harmonieführung eine Art Basso continuo beinhaltet, wie wir sie im Barock von Pachelbel oder Bach kennen - andererseits wiederholt sie sich ständig und wird nur vom Chorus und Interlude unterbrochen (beide ganz leicht).

Na! - da ist ja mal wieder was zusammengekommen - war gar nicht so geplant... Aber gut, eigentlich hatte ich auch gar keinen Plan; nur mal ein Versuch.

 

Viel Freude damit und bis bald

 

Maik

Wie bekomme ich die Leadsheets und Noten?

Der Zugang ist exklusiv für SONGBIRDs.

(Jeder, der sich schon mal bei SONGBIRD angemeldet hat, erhielt mit der Anmeldung einen Link zum Online-Songbook. Dort befinden sich auch die PDF für die Songs vom aktuellen OHRENÖFFNER.)